Modefasten oder auch: Was in Sachen Mode wirklich zählt

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Event Kampagne

Weniger Konsum ist ein erster Schritt zu nachhaltigem Konsum: Seit 2012 startet jährlich zur Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag die Kampagne Modeprotest ihre größte Aktion: Die Klamottenkur. Der Name ist Programm. Es geht darum, sich zu kurieren – vom Modewahn, vom Shoppingfrust und von der rastlosen Suche nach neuen, billigeren Klamotten, die am Ende doch nur herumliegen. Dass man mit viel weniger Kleidung auskommt, die dafür perfekt zur Persönlichkeit passt und nachhaltig ist, können alle am eigenen Leib erfahren, die bei Klamottenkur mitmachen: Es ist befreiend, sich auf das Wesentliche zu beschränken – simplify your clothes! Die Teilnehmenden müssen sich auf eine Minimalgarderobe von 50 Teilen beschränken, können dabei z.B. persönliche Favoriten mit Basics kombinieren oder auch mit Teilen für besondere Anlässe.

Zum 5. Jubiläum der Klamottenkur intensiviert Modeprotest das Anforderungsprofil der Aktion: Aus den 50 Teilen werden 5 Kur-Outfits ausgewählt, die den eigenen, unverfälschten und puren Stil zum Ausdruck bringen. Via Selfies können die Teilnehmer_innen dann andere inspirieren und zum Vorbild für einen reduzierten, aber intensiven Lebensstil werden.

Die Kampagne Modeprotest ist ein Projekt von Stadt Land Welt e.V. Die Federführung liegt bei den Designerinnen Lenka Petzold und Annika Cornelissen. Gemeinsam setzen sich beide mittels ihrer Branchen- und Designkompetenz dafür ein, das Thema Nachhaltigkeit in Design und Modeindustrie voranzutreiben. Beide geben außerdem Workshops an Hochschulen als Multiplikatorinnen des Bildungsprojektes FairSchnitt von FEMNET e.V.

Für die Klamottenkur 2016 gibt es bereits Aktionstermine in verschiedenen Städten Deutschlands. Hier bilden sich Gruppen, deren Mitglieder sich in öffentlichen Auftaktveranstaltungen kennen lernen und vernetzen. In diesem Jahr sind bereits Köln, München, Jena, Hamburg und Dortmund am Start.

Wer mitmachen will erfährt auf der Website www.klamottenkur.de, über Facebook und die Klamottenkur-Pressemitteilung  wie das geht.

Foto: Annika Cornelissen

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  1. Pingback: Klamottenkur als Lebensstil – weniger ist mehr |

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